Die Telemedizin bietet Antwort auf diese Frage, jederzeit und überall dort, wo Mobilfunkempfang herrscht. Das Prinzip dahinter ist revolutionär, und doch denkbar einfach: mittels eines kleinen EKG-Übertragungsgeräts, dem Holterphon, werden die aktuellen Herz-Vitalwerte an das Herz- und Diabeteszentrum in Bad Oeynhausen übermittelt. Darüber hinaus wird nur ein Handy benötigt.
Die Experten im Institut für angewandte Telemedizin werten die Daten umgehend aus und stellen eine Diagnose. Notwendigenfalls gibt ein Arzt telefonisch Ratschläge und Empfehlungen; in akuten Fällen werden Rettungssanitäter alarmiert. Die Wanderstrecken der VitalWanderWelt sind so ausgelegt, dass Sie jederzeit von den Rettungssanitätern erreicht werden können.
Natürlich ersetzt die Telemedizin keinen Arzt. Es ist ratsam, bei bestehenden Erkrankungen vor Abreise den Hausarzt zu konsultieren. Bevor es auf Wanderschaft geht, erfolgt dann auch in Ihrem Gesundheitsurlaub eine Anamnese, d.h. ein persönliches, medizinisches Eingangsgespräch. Auf ihrer ersten Wanderung werden Sie zudem von einem kompetenten Ansprechpartner begleitet und in den Umgang mit der telemedizinischen Technik eingeführt.
Die Telemedizin als Lebensretter
Seit seiner Gründung im Jahre 2003 untersucht das Institut für angewandte Telemedizin, kurz „IFAT“, in Bad Oeynhausen Patienten aus der Ferne. Dazu gehörten auch 3400 Sportler, die unter Anderem im SALUTO Sportpark in HalleWestfalen trainierten. Bereits 12x musste das IFAT auf Grund kritischer, telemedizinisch übermittelter Werte eingreifen und weiterführende Untersuchungen anordnen. Das Alter spielt dabei keine Rolle: so wurden auch bei dem 19-jährigen Sportler Marius Buchau bei der Wiederaufnahme seines Trainings auffällige Daten gemessen, obwohl er nicht unter Beschwerden litt. Der von PD Dr. med Körtke geäußerte Verdacht auf Herzklappendefekt bestätigte sich bei der anschließenden Untersuchung. Chefarzt Prof. Dr. Jan Gummert ersetzte die Herzklappe zwei Wochen später operativ mit minimalinvasiver Technik, bei der kaum Narben zurückbleiben. Inzwischen kann der Sportler wieder ohne Einschränkungen trainieren.(Quelle: MR Dr.Dr. Deter ;Wissenschaftlicher Dienst des Deutschen Bundestages, Fronreich, Neue Westfälische Zeitung, 11.03.2011x )






